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Neuling TTLsec:5395 Donnerstag, 09.09.2010 Letzte Änderung: 27.08.2010 |
Die Hochwasser-Katastrophe in Pakistan verursacht unendliches Leid für Millionen von Einwohnern, aber auch Hoffnungslosigkeit im Hinblick auf die Zukunft.
Aufgrund der dortigen islamistischen Übergriffe ist es nachvollziehbar, dass man sich innerlich fragt, ob ein solches Land Hilfe "verdient". Die Antwort lautet meiner Meinung nach: Unbedingt! Warum? Nun, es gibt zumindest ein ethisches und ein logisches Argument.
Es handelt sich hier zum einen um ein Ereignis höherer Gewalt, für das niemand etwas kann, auf das niemand Einfluss hat (anders als m.E. etwa die Überbevölkerung). Soll man eine Vielzahl von Menschen für das schlimme Handeln doch recht Weniger bestrafen? Reicht schon der "falsche" Glaube aus? Ich denke, nein.
Zum anderen bereitet die anhaltende Not und damit einhergehende Verzweiflung der Menschen den Nährboden für den Einfluss militanter Kräfte. Aber wie wären die Menschen dort wohl eingestellt, wenn der Westen regelmäßig und längerfristig lebenswichtige Dinge mittels Luftbrücke über ihren Köpfen abwerfen würde?
"Rosinenbomber" mit Paketen, auf denen je nach Absender z.B. die US- oder EU-Flagge zu sehen ist, darunter in Pakistanisch die Absenderzuordnung in Schriftform. Die entsprechende Meinungsbildung (sofern die dortige Staatsmacht mitspielt) wäre dadurch vermutlich doch deutlich mehr Pro als Kontra Westen, oder? So etwas kostet zwar erst einmal viel Geld, vermeidet dafür aber möglicherweise hohe Folgekosten der Art, die beispielsweise in Afghanistan entstehen.